Dieser Blog richtet sich an «Nicht-Profis». Er ist branchenbezogen, einfach gehalten, und er möchte die Welt ein klein wenig besser machen. Kommentieren darf man sie auf unserer facebook-Seite.

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September 2016 / #4

 

Gedanken zu unserer Tätigkeit

In unserem Beruf (oder ist es Berufung) profitieren wir immer wieder von einer schönen, der Tätigkeit inhärenten, Eigenschaft. Vielleicht eine, die man erst nach einigen Jahren vielseitiger Tätigkeit und Projekten sowie der Zusammenarbeit mit Kunden und ihren ganz spezifischen Angebote bemerkt: Man lernt. Man lernt viel über eine Firma, über deren Produkte und beginnt, deren Qualitäten und Vorteile zu schätzen, und man kann etwas darüber erzählen. Das Verstehen eines Produktes und die vertiefte Auseinandersetzung mit Herstellung, Nutzen, Zielgruppe sowie Konkurrenzstudien lassen uns «Gestalter» manchmal zu kleinen Experten auf dem Gebiet der Usability und der Art, wie das Produkt auf den Konsumenten wirkt, werden. Nicht selten denkt unser Unterbewusstsein störungsfrei in der Freizeit mit und informiert uns, wenn es DIE Idee oder eine Lösung für ein Problem entdeckt. Das bringt natürlich beinahe jeder Beruf mit sich. Ich behaupte sogar, jeder. Dennoch ist es rückblickend immer wieder schön zu sehen, was man eigentlich alles über die Leistungen und Angebote unserer Kunden lernen durfte. In diesem Sinne: Danke für all die schönen und spannenden Projekte, danke für die Zeit, die ihr mit uns teilt, wenn es darum geht, ein gutes Angebot oder Produkt mit schöner und gezielter Werbung zu unterstützen.



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März 2016 / #3

 

Elektronische Kommunikation – einige Fragestellungen

Mit einem Smartphone ist man unterwegs und potenziell stets erreichbar; dafür ist es gemacht, und kaum jemand möchte die vielfältigen Möglichkeiten missen. Gerade die kommunikativen Fähigkeiten dieser Geräte sind sowohl spannend und praktisch, mitunter aber auch störend: Weniger aufgrund der erwarteten Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit – hier kann man sich organisieren – wohl aber wegen der vielen angebotenen Apps, die sich in ihrem Funktionsumfang unterscheiden sowie den App-Vorlieben von Freunden, Bekannten oder geschäftlicher Kontakte. Dies kann zu einer unerwünschten Menge installierter Kommunikations-Apps führen, die aber mehr oder weniger dieselbe Funktionalität bieten. Sie werden auf dem Smartphone, auf dem Tablet- und auf Desktop-Computern installiert und sind oft immerzu geöffnet oder im Hintergrund aktiv. Dies belegt Speicher, verlangsamt Geräte, verheizt den Akku, verlangt laufend nach Updates, und es sind Sicherheitsrisiken. Womöglich wird nervige Werbung geschaltet, und mitunter weiss man gar nicht mehr, ob man für einen Dienst bezahlt oder nicht. Die Gefahr, eine Nachricht zu übersehen, steigt.

Oft fliesst einem die stille Chatkommunikation mittels virtueller oder realer Tastatur so leicht aus dem Kopf in die Hand (ins Händy), dass es der antizipierten Anmut eines telepathischen Kontaktes nahekommt. Doch wann, warum, wie und vor allem, bei wem oder was nutzt man welche App? Wo sind Grenzen des Anstandes oder des Nutzens, und was kann man vom Gegenüber erwarten betreffs Reaktionszeit und Antwortpflicht? Wie (und wie bewusst oder nach welchen Regeln) unterscheidet man zwischen privat und Business in Bezug auf das Kommunikationswerkzeug wie auch der Ausdrucksweise?

Der nachfolgende Text möchte diesen Fragen einmal lose und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Lösung oder Urteil ein bisschen auf den Grund gehen und so vielleicht zu einer nachhaltigeren (modern: «achtsamen») elektronischen Kommunikation beitragen.

Für welche Applikation man sich entscheidet, hängt primär und entropisch davon ab, welche/r meiner Kontakte (Freunde, Bekannte, GeschäftspartnerInnen) welche App bevorzugt. Ich richte mich also nicht danach, wie schön die Oberfläche gestaltet ist, oder ob sie mein Bedürfnis nach Sicherheit oder Funktionalität erfüllt, sondern nach deren Homogenität; ob ich möglichst alle meine Kontakte damit erreichen kann – also wie gut ihre Verbreitung ist.

Sicherheit ist ein Faktor, der sich mittlerweile auch in die Köpfe derjenigen eingenistet hat, die noch immer der Meinung sind, dass sie nichts zu verbergen hätten. Fragen wie, wer jederzeit mitlesen kann, und was, wie lange und zu welchem Zweck gespeichert wird, wie auch, ob eine Nachricht oder der Absender echt ist, sind berechtigt und auch angebracht. Die Antwort auf diese medial geschürten Fragen findet man zum Teil in der Wahl der richtigen App, die sich dieser Problematik stellt. Nicht alle Verschlüsselungstechniken sind wirklich gut genug um als sicher zu gelten: Ende-zu-Ende, mittels QR-Code oder LogIn – wie komfortabel ist es noch? Klar ist, je sicherer, desto aufwändiger und damit wird sich die App im privaten Freundeskreis eher (noch) nicht etabliert haben. Wir Menschen sind bequem. Als unpässlich wird auch empfunden, wenn man sich irgendwo registrieren muss; und vor allem mit welchen Angaben? Händynummern werden ungern angegeben, einige Anbieter möchten sie unter dem Vorwand erhöhter Sicherheit haben. Einige Apps verlangen eine Registrierung schon auf dem initialen Screen.

Funktionalität, Eleganz und Einfachheit (Usability sowie auf das Nötigste reduziert) einer Anwendung (App) entsprechen persönlicher Vorliebe und Erfahrung. Kann ich Gruppen bilden? Kann ich Themen anlegen, Hintergründe anpassen, von allen einsehbare Profile anlegen, in denen ich mich selbst inszenieren kann, und möchte ich das? Kann ich Chats archivieren oder weiter verwalten? Welche Funktionen benötige ich, die mir nicht geboten werden et vice versa? Vielleicht möchte man Filme verschicken oder empfangen, Sprachnachrichten hinterlassen oder gar über ein WLAN telefonieren? Kann ich Videokonferenzen führen oder  Daten verschicken? Wird Screensharing unterstützt? Gefallen mir die Chat-Icons (Emoticons), und reicht mir deren Menge? Wenige Apps sind auch wirklich auffallend schön gestaltet oder beschreiten neue Wege der Darstellung und Usability.

Eine moderne Kommunikations-App richtet sich nach den Kommunikations-Gewohnheiten der User: Immer und überall, einfach und schnell, verfügbar und verbreitet. Ob ich das auf dem Sofa herumliegend mit dem Tablet oder mit dem Smartphone im Zug, bei der Arbeit am Desktop-Computer oder im Büro per Webbrowser erledige – es muss nahtlos ineinander übergehen und natürlich synchronisieren, damit ich dort weiterplaudern kann, wo ich gerade eben war, egal an welchem Gerät.

Es kann auch vorkommen, dass man Personen blockieren, verschleiern oder sogar die App anonym halten möchte. Für fast alle Bedürfnisse wurde eine Anwendung erfunden.

Schnell hat man einige Kommunikationstools installiert und sich irgendwo registriert. Ein Account erfordert mindestens Benutzername und Passwort, was zu einem Verwaltungsaufwand führt. Will man elektronisch kommunikativ und modern sein, dann wird man sich wohl der Vielfalt beugen und – vor allem im Umgang mit grösseren Firmen oder asiatischen Ländern (Social Media) – deren bevorzugtes Tool installieren.

Manche dieser Programme bieten den schnellen Wechseln von einer Gruppe oder Person zur anderen an. Die Gefahr, sich versehentlich im falschen (zuvor genutzten) Chat oder Channel zu befinden und dort schnell etwas hinein zu kopieren kann unangenehme Folgen haben. Im ersten Chat ein lustiges Bildchen dem Arbeitskollegen geschickt, im nächsten eine Antwort an einen Kunden – Ups, falscher Channel oder Kontakt … Je unübersichtlicher die Menge der Programme und deren Funktionen, desto grösser der Kontrollverlust. Konzentration und Zurückhaltung wie auch Fragestellungen sind angezeigt: Muss ich das jetzt wirklich an eine bestimmte Person oder Gruppe senden? Wo setze ich meinem Mitteilungsdrang Grenzen, und wobei fühle ich mich gedrängt mitzureden? Was ist noch Kommunikation mit der Erwartung einer informativen Antwort gegenüber blosser Zurschaustellung, und wann bewege ich mich auf welchem der beiden Gebiete? Wie persönlich (potenziell verletzend) darf und möchte ich werden? Bin ich bereit, mich den (ggf. unerwünschten) Antworten zu stellen und die Zeit in eine (unabsichtlich) losgetretene Diskussion investieren? Usw.

Man erinnere sich der «Netikette» im Chat(raum) oder den Regeln einer brieflichen Korrespondenz, die auch in den Verhaltenskodex der E-Mail eingeflossen ist (oder sollte).

Aufgrund welcher Kriterien ich mich für eine App entscheide, ist also von vielen, teils persönlichen, Faktoren und Vorlieben abhängig. Es gibt aber Erfahrungen und etablierte «Werte», derer man sich bewusst sein sollte, um eine reibungslosere, vor allem aber angemessene Kommunikation zu erreichen. Man muss kein pädagogisches Kommunikationsbuch lesen, zumindest aber einige Fragen stellen und für sich beantworten. Das bewusste, persönlich reglementierte und zurückhaltende Kommunizieren schafft Freiheit durch Reduktion auf das, was von Bedeutung ist sowie zu wahrer, zielgerichteter Unterhaltung.

Es kann grob zwischen Instant Messaging (IM)/Private Message (PM)/Chat, Businesstools sowie der brieflichen oder die E-Mail-Korrespondenz unterschieden werden. Man kann sich hier aufgrund persönlicher Erfahrung entwickelter Regeln beugen, nicht jedes der verfügbaren Tools eignet sich aber für dasselbe Kommunikationsverhalten. Inhaltsmenge, Dokumentstatus, Darstellungsmöglichkeiten, Höflichkeit und damit auch die Gewichtung, Dringlichkeit sind Faktoren, die entscheiden, für welches «Werkzeug» oder Medium ich mich entscheide: Chatprogramm, «Business-Gruppenmessaging» oder klassischer E-Mail? Ein Entscheidungskriterium ist auch, ob der Kommunikationsverlauf zwecks späterer Beweisführung gespeichert und/oder exportiert werden kann oder eben, ob die App alles vergisst und auf keinem Server oder Gerät etwas zwischengespeichert wird. Bei wenigen Apps hat jede Nachricht eine zeitliche Zerfallszeit oder wird nach dem Lesen gelöscht.

Businesstools mit projektbezogenen Channels, Gruppen und Konferenzmöglichkeiten bieten weiterreichende Funktionen, erlauben das Archivieren von Kommunikationsverläufen sowie projektbezogener Organisation von Teams und Wissen oder sogar Projektstatus.

Ein reales Beispiel: Von der Lehrperson initiiert, verwendet eine Schulklasse WhatsApp, um die Schüler zu informieren. Schnell kann es hier persönlich werden, jemand wird ausgeschlossen, übersieht etwas, jemand versteht etwas falsch oder wird gar gemobbt. Prinzipiell ist nichts gegen den Einsatz einer derartigen Kommunikation einzuwenden, sofern: Die Eltern einverstanden und Teilnehmer sind, der Lehrer Administrator ist. Dieser muss aber laufend anwesend sein und kompetent eingreifen sowie über erweiterte Rechte und Wissen um Personenrecht verfügen. Es müssen Regeln (Netikette) gesetzt, kommuniziert und Wichtiges auch herkömmlich kommuniziert werden (Rechte). Im vorliegenden Fall wurde das Einhalten jeder dieser Grundlagen offenbar versäumt, was zu Problemen führte.

Seltsam mutet es an, dass Smartphones an den Schulen naheliegend nicht gern gesehen oder gar verboten sind, als Werkzeug für die Kommunikation aber erwartet werden. Die Frage, ab welchem Alter Kinder mit Händys und entsprechenden Apps ausgerüstet werden sollen, müssen, dürfen, steht wohl noch lange unbeantwortet im Raum. Es kann aber nicht sein, dass es zur Pflicht wird, überhaupt eines besitzen und mit dabei haben zu müssen. Ein Blatt Papier benötigt keinen Akku.

Es gibt Menschen, die ihren facebook-«Freunden» (für Aussenstehende zwar kontextlose) Fragen oder Nachrichten an deren facebook-Pinnwände schreiben, die aber dennoch Aufschluss über so einiges geben. Sicher ist eine Pinnwand nicht der richtige Ort dafür – schliesslich klebt man eine persönliche Nachricht an jemandem im Büro auch nicht an die Projektwand des Teams. Dasselbe gilt für den Gruppenchat, bei dem man jemanden aus der Gruppe spontan zum Essen einlädt und dann 10 Personen am Tisch verköstigt.

facebook bietet auch den Messenger an, welcher gegenüber den meisten anderen Apps den Vorteil hat, dass man weder Mobilnummer (mob) noch E-Mail-Adresse (@dresse) kennen muss um einen Chat/Gruppenchat zu unterhalten. Sollte also jemand seine mob oder @dresse ändern, dann ist lediglich ein facebook-Account nötig (den man noch nicht einmal unterhalten/befüllen muss), um in Kontakt zu bleiben.

E-Mail sollte aus verschiedenen Gründen der Korrespondenz vorbehalten sein und sich in der brieflichen Form präsentieren; es eignet sich u.a. aufgrund seiner Langsamkeit* nicht sehr zur schnellen Chatkommunikation. Dennoch wird es seit der einfachen Anwendung auf dem Smartphone rege dafür benutzt, was der Mailbox nicht zuträglich ist, schon gar nicht im Business. Vergänglichkeit, Wertigkeit und Handling von Shortmessaging ist anders als jene von E-Mails. E-Mail ist «wertiger»: Darin kann man sich gewählter und formeller ausdrücken; Formatierungen bieten Möglichkeiten, Wichtigkeit, Reihenfolge, Farbe zu setzen sowie auf klar zitierten Text einzugehen und ausführlicher zu umschreiben, wie auch alle möglichen Dateitypen anzuhängen (die dann aber auch vom Empfänger geöffnet werden können sollten). Wo sonst bemüht man sich noch eines der Sprache und der gepflegten Kommunikaton gerecht werdenden Stils?
*) Eine Eigenschaft der Information ist, dass sie sich immer verbreitet; die Frage ist aber, wie schnell und durch welchen Kanal.

Ach ja: Das Fax steht tot im Abstellraum; bitte lasst es dort.

Beim Chat besteht die nicht zu unterschätzende Gefahr, dass man komplett falsch verstanden wird, gerade wenn es sich privat um Zwischenmenschliches dreht. Hier ist das Telefon mitunter die bessere Wahl. Falsch liegen kann niemand, wenn per Chat ein Termin vereinbart wird, und man sich zum realen Gespräch trifft.

Ein Schlusswort: Die Überlegung und die Erfahrungen, welches Werkzeug für welche Form der Kommunikation eingesetzt wird, führen zu persönlichen Verhaltensregeln; man muss sich seiner Kommunikationspartner bewusst sein, deren «Regeln» und Grenzen kennen und respektieren sowie, dass man falsch verstanden werden kann.

Einige Angebote, deren Grundlagen in die Überlegungen eingeflossen sind:
E-Mail, Facebook mit Messenger, FaceTime, Freunde-App, Hangouts, Hipchat, Messages, Signal, Skype, Slack, SMS, Snapchat, Threema, Trillian, Viber, WhatsApp, Wire.



© JEW, typo.d AG







20.2.2016 / #2

 

Ein kleiner E-Mail-Knigge

Der Informationsaustausch zwischen Kunde und Dienstleister per E-Mail entwickelt sich interessanterweise kaum zum Besseren. Einige Probleme treten wiederholt auf oder nehmen zu. Zusehends sind nicht die Programm daran schuld sondern die Hast, mit der gearbeitet wird. Man erinnere sich an die Bürozeit ohne E-Mail oder die Regeln des KV: Für alles wurde entweder telefoniert, oder, falls es sich um besonders Wichtiges handelte, musste ein ordentlicher Brief den Postweg auf sich nehmen. In der (knapp verfügbaren) heutigen Zeit des beiläufigen Schreibens um schnell etwas loszuwerden oder abzugeben, bleibt der Anspruch auf klare und vornehme Kommunikation zusehends auf der Strecke, was zu Missverständnissen führen kann. Es ist daher nicht falsch, sich diesem Medium und Kommunikationsverhalten einmal anzunehmen, wobei hier nicht Gründe, sondern Tipps angeführt werden.


Der Mailfooter wird oft auch als Signatur bezeichnet; diese ist jedoch als Teil des Footers anzusehen. Der Footer kann weitere Hinweise enthalten, die mit der Firmensignatur nichts zu tun haben müssen. Halten Sie den Footer reduziert, aber vollständig. Ein Firmenlogo mag zwar dem CD entsprechen, wird aber i.d.R. als Anhang (Bild, JPG usw.) mitgeschickt, was bei einer Konversation schnell dazu führen kann, dass sich diese kumulieren. Dies erschwert das Erkennen des gewünschten Anhangs oder ist dann unpraktisch, wenn keiner angehängt wurde. Alternativ dazu können Sie mit Ihrer Firmenfarbe (z.B. der Firmenname) arbeiten (HTML-Mail). Gestalten Sie den Adressblock wenn möglich horizontal um Platz zu sparen.

Der Mailfooter soll auch nicht zu umfangreich sein, weil bei zitierten und nicht bereinigten E-Mails auch dieser schnell einige Male erscheinen kann und so das Erkennen des eigentlichen Mailverlaufs erschwert, wie auch beim Ausdrucken Papier und Tonerfarbe verschwendet werden. Verzichten Sie daher auch auf (nicht relevante) Hinweise wie den Erhalt der Wälder, Mehrsprachigkeit u.a., denn eine E-Mail wird tendenziell irgendwann ausgedruckt. Daneben kann es kann auch belehrend wirken.

Schreiben Sie im Betreff keine Infos, die im E-Mail nicht wiederholt werden. Dieser sollte Auskunft über das Thema geben, dient aber nicht als Mitteilungsträger.

Trennen Sie Footer/Signatur (Adresse) mit einem Trennezeichen klar vom Inhalt des E-Mail-Textes: Üblicherweise 2 Divis’ und ein Leerschlag: -- .
 
Geben Sie Ihren Mitarbeitern einige einfache, interne Richtlinien (Teil einer Corporate Identity) für die Korrespondenz per E-Mail in die Hand:

Eine Signatur gehört immer in eine E-Mail; diese steht i.d.R. über dem zitierten Text, muss aber nicht, wenn es im Falle der Übersichtlichkeit Sinn macht.

Eine E-Mail kann gesetzlich den Status eines ordentlichen Briefes annehmen und sollte daher auch mit der nötigen Vorsicht reduziert verfasst werden; es ist keine SMS unter Freunden; prüfen Sie Ihr Schreiben vor dem Abschicken noch einmal.

Damit angehängte Dateien (Attachments) nicht übersehen werden, sollten Sie diese immer erwähnen. Sie sollten auch total ca. 10 Mb nicht überschreiten, um der mobilen Kommunikation und möglichen serverbedingten Restriktionen zu entsprechen.

Bei Antworten nur notwendiges zitieren (was nicht relevant ist und alte Footer löschen) sowie nicht benötigte Anhänge oder Verweise darauf entfernen.

Überlegen Sie, ob der zitierte Teil, vor oder nach dem Footer stehen soll (je nach Gewichtung und Bezugnahme).

Outlook/Intranet: Anhänge können bei Intranets als Verweise mitgeschickt werden; diese sind auf dem Zielsystem, welches nicht dem Intranet angeschlossen ist, nur als undefinierter Linkverweis ersichtlich, physisch aber nicht vorhanden.

Wenn eine involvierte Person namentlich erwähnt oder zitiert wird, dann nehmen Sie diese aus Respekt und informativ ins CC (Kopie an).

Wenn ein Schreiben an mehrere Personen gesendet wird, dann senden Sie das Schreiben an sich selbst und nehmen Sie die anderen EmpfängerInnen ins BCC; dieses Feld dient dazu, die EmpfängerInnen-Adressen aus Gründen der respektvollen Anonymität zu verbergen. Ausnahme bildet der Umstand, dass ein kleines Team untereinander eine Konversation führt.

Verpacken Sie nicht zu viele zu beantwortende Fragen in ein Schreiben: Unsere Erfahrung zeigt, dass maximal drei (auch klar ausgewiesene) Fragen beantwortet werden.

Trennen Sie nicht kontextuelle Informationen/Fragen auf mehrere Schreiben auf.

Korrespondenz per E-Mail sollte denselben Ansprüchen und Regeln gehorchen, die auch in der brieflichen Korrespondenz im Büroalltag erwartet werden; verzichten Sie daher z.B. in der Höflichkeitsform auf Smileys, diese können u.U. falsch oder nicht verstanden werden, oder das Zielsystem interpretiert sie anders.

Direkte Informationen sollen stets offen ins E-Mail geschrieben sein, denn Anhänge können ggf. nicht geöffnet werden (nicht alle EmpfängerInnen verfügen über dieselben Programme). Office-Dateien werden gern mitgeschickt, können aber nur dann geöffnet werden, wenn ein entsprechendes Programm installiert ist).

Setzen Sie Mehrsprachigkeit nur dann ein, wenn die Sprache der empfangenden Person nicht klar ist; besser und praktisch ist es, mehrere Signaturen zu speichern und bei Bedarf auszuwählen.

Bei mehreren zu bearbeitenden Informationen oder Tasks, die eine E-Mail lange und unübersichtlich werden lassen, kann initial eine numerisch strukturierte Inhaltsübersicht in Betracht gezogen werden, wie auch eine kurze Aufforderung «nächste Schritte und Verantwortlichkeiten» am Ende des Schreibens. Achten Sie auf klare Gliederung durch Abstände.

Bitten Sie um eine Antwort bis … und halten Sie sich selbst daran, E-Mails wochentags innert max. 24 Stunden zu beantworten; im Idealfall teilen Sie am selben Tag mit, bis wann Sie das Schreiben beantworten werden.

Verwenden Sie gut lesbare Schriften, die auch nicht zu klein oder zu hell sind.

Und zum Schluss: Gehen Sie doch einmal die Grundeinstellungen Ihres E-Mailprogrammes durch; Sie werden feststellen, dass sich dort einiges verbirgt, was die Effizienz mit dieser Kommunikationsform erleichtert.

Mit diesen oder einigen dieser Tipps wird Ihre Kommunikation den Kunden gegenüber sicherlich einfacher und verständlicher.

 

© JEW, typo.d AG







20.1.2016 / #1

 

Bevor Sie uns Fotos zur Gestaltung Ihrer Werbemittel liefern

Einige Tipps für durch Sie angefertigte Fotos, die Sie uns zur Erstellung von Drucksachen und Websites liefern möchten. Prinzipiell eignen sich Händys nicht dafür, weil aber dennoch viele unserer Kundinnen und Kunden gerne damit arbeiten, stellen wir hier einige Tipps vor, die der Qualität Ihres Endproduktes dienlich sind. Prinzipiell raten wir dazu, eine/n Fotografen/in dafür zu engagieren. Der Unterschied zu selbst gemachten Fotos ist gewaltig. Und weil Menschen zuerst auf Bilder reagieren, darf dies in der Werbung nicht unterschätzt werden. Aber das wissen Sie bestimmt, sollte es aber dennoch zu einer Situation kommen, in welcher Sie gerade keinen Fotografen dabei haben (was ja vorkommen kann), dann sind die folgenden Tipps vielleicht hilfreich.

Schneiden Sie Menschen, Gegenstände, Hauptmotiv nicht an. Belassen Sie genug «Fleisch» drumherum. Der Ausschnitt kann und wird durch uns später bestimmt werden. Insbesondere bei Portraits ist es wichtig, dass auch seitlich des Kopfes genügend Bild vorhanden ist, denn moderne Darstellungen sind oft querformatig. Ein abgeschnittenes Ohr kann zwar in einigen Fällen digital ersetzt werden, der Aufwand lohnt sich aber kaum mehr als das Erstellen eines neuen Fotos.

Achten Sie auf einen geraden Horizont; dieser wird beim Fokussieren auf das Hauptmotiv oft übersehen. Ebenso vergisst man den Hintergrund bei einem Portraitbild, der dann gegebenenfalls aufwändig bearbeitet werden muss. Der Hintergrund sollte auch nicht zu dunkel sein, damit das Hauptmotiv klar erkennbar ist.

Denken Sie daran, dass wir möglicherweise einen Bildausschnitt benötigen, daher sollte genügend Bildmaterial um das Hauptmotiv vorhanden sein. Deshalb muss auch die Auflösung hoch genug sein (je höher desto besser, aber nicht interpoliert), damit das Bild vergrössert werden kann. Hierzu muss aber auch die Bildauflösung beachtet werden: Man kann auch aus einem 72-ppi-Bild ein 300-ppi-Bild hochrechnen, dadurch wird aber die Qualität nicht besser, aber es wird unschärfer.

Achten Sie darauf, dass der gewünschte Hauptbereich oder das Motiv des Bildes im Fokus der Schärfeneinstellung ist oder stellen Sie sich die Frage, was am Bild scharfgestellt sein soll.

Bildrauschen vermeiden: Dies tritt auf bei ungenügendem Umgebungslicht oder bei starkem Zoom auf.

Blitz und Schlaglicht schaffen stark kontrastierende Bereiche. Verzichten Sie daher wenn möglich vor allem bei Portraits darauf um eine regelmässige Ausleuchtung zu erreichen.

Objektiv-Verzerrung vermeiden: Gerade bei Portraits sollten Sie die Objektiveinstellung auf 50 mm stellen, damit das Bild nicht verzerrt wird. Dies ist einfach zu beobachten bei Selfies mit Smartphones: Diese verwenden Weitwinkelobjektive damit mehr im Bild Platz hat. Diese Verzerrungen können zum Teil mit grösserem Aufwand annäherungsweise korrigiert werden, nicht aber bei Gesichtern.

Wählen Sie eine möglichst hohe Bildauflösung (Druck: 300 ppi).

Eine mangelnde Fokus- oder Bewegungsunschärfe kann nur bedingt korrigiert werden und hat immer einen Verlust der Qualität zur Folge.

Achten Sie auf hohen Kontrast und genügend Licht. Bei Aussenaufnahmen ist der Morgen gut, weil die Luft klarer ist. Achten Sie aber bei Portraits stets darauf, dass die Gesichter regelmässig ausgeleuchtet sind (keine Licht-/Schattenseite).

Consumerkameras interpolieren Bilder; Die Angabe der Megapixel ist oft nicht real, das bedeutet, dass die Bilder elektronisch hochgerechnet werden, was zwar toll tönt, die Qualität der Bilder aber nicht wirklich verbessert, weil man diese Interpolation bei der Vergrösserung der Bilder sieht.

Wenn Fotos per E-Mail übermittelt werden, dann sollen sie nicht komprimiert (ausser ZIP etc.) oder mit der Einstellung «klein» gesendet werden (z.B. iPhone: immer als Originalgrösse versenden), weil dabei die tatsächliche Grösse des Bildes herunter gerechnet (Bildauflösung) wird, was die Qualität massiv verschlechtert.

Bilder und Fotos ab dem Internet sind (falls nicht gekauft oder ab einer Seite mit hochaufgelösten Bildern herunter geladen*) für den Druck oder Qualitätsprodukte immer ungeeignet.

Rufen Sie uns an, bevor Sie die Absicht haben, mit Ihrem Smartphone oder der kleinen Handkamera zu fotografieren. Dann können im Vorfeld Tests durchgeführt und mögliche Probleme reduziert werden.

Adobe® Photoshop ist ein tolles aber auch äusserst komplexes Programm. Es ist ein etabliertes Profiwerkzeug und erfordert nebst tiefem Fachwissen auch fundiertes Wissen über Fotografie und Grafik sowie Druckwesen.

 

*) Bildmaterial ab dem Internet unterliegt immer irgendwelchen Lizenzbestimmungen. Wir als Produzenten sind mitverantwortlich und müssen solche Bilder daher ablehnen, sofern kein Nachweis auf erlaubte Nutzung erbracht werden kann.

 


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